Floorball

Was ist Floorball ?

Das moderne Floorball (internationale Bezeichnung, in Schweden als Innebandy, in der Schweiz auch als Unihockey bekannt) wurde in den 70er Jahren in Schweden als Sommertraining für Eishockeyspieler entwickelt und vereint das Beste diverser Hockeysportarten wie Eishockey, Streethockey oder Bandy.

 

Floorball ist kein Hallenhockey!!! die Beschreibung "Eishockey im Turnsaal" ist treffender !!!

 

Floorball trainiert umfassend Motorik und Fitness. Die klaren, einsichtigen Regeln und der hohe Aufforderungscharakter machen Floorball insbesondere für Kinder jeden Alters leicht erlernbar und diesen Sport zu den am schnellsten wachsenden Team-Sportarten weltweit. Daher wird mitunter Floorball auch als der Hallensport des 21. Jahrhunderts oder als "schlafender Riese" (FAZ) bezeichnet. So unterstützt auch der Kanadische Eishockeyverband Floorball als Schulsport und so mancher Eishockeyspieler schärft seine Technik mit einer zusätzlichen Floorballeinheit (Nordstjernan bzw. Floorball for Hockey Players oder Steven Stamkos). Mikael Granlunds legendäres Tor bei der Eishockey-WM 2011 wurde durch die Floorball-Airhook-Technik inspiriert (Videos) und hat schon Nachahmer in der Schweiz gefunden: Deruns und Lammer. Auch der US-Eishockeyverband baut Floorball in sein American Development Model ein.

 

Spielfeld, Ausrüstung, Regeln:

 

Das 20×40 m große Spielfeld wird von einer 50 cm hohen Bande umgeben. Die eishockey-ähnliche Tore können umspielt werden. Am Spielfeldrand befinden sich Spielerbänke und Strafbänke. Gespielt wird mit einem leichten (23 g) hohlen Kunststoffball.

Zu der Ausrüstung eines Floorball-Spielers gehört, neben der üblichen Sportausrüstung (Hallenschuhe, Trikot, Hose, Stutzen), lediglich der Floorball-Schläger aus ultraleichten Carbon oder Composite, mit dem der Ball auf bis zu 200 km/h beschleunigt werden kann.

Auf Schutzausrüstung kann aufgrund der größtenteils körperlosen Spielweise verzichtet werden. Im Jugendbereich empfiehlt sich das Tragen von Schutzbrillen, ist derzeit aber nicht verpflichtend. Der Torhüter dagegen trägt eine lange gepolsterte Hose, sowie ein Oberteil und Handschuhe. Ein Helm mit einem Gitter zum Gesichtsschutz vervollständigt seine Ausrüstung. Im Gegensatz zu anderen Hockeyarten spielt der Torhüter immer ohne Schläger.

Der Wechsel der 5 Feldspieler erfolgt während des Spieles fliegend, wobei insgesamt bis zu 20 Spieler pro Team eingesetzt werden dürfen. Dadurch weist Floorball über die gesamte (Netto-) Spieldauer von 3x20 Minuten eine extrem hohe Intensität auf. Wie im Eishockey kann der Torhüter auch gegen einen 6ten Feldspieler ausgetauscht werden. Das Strafensystem mit 2, 5, 2+10 und Matchstrafen (Spieldauer) ähnelt sehr stark dem des Eishockeys. Abseitsregelungen fehlen dagegen vollständig.

 

Floorball international:

Dank des hohen Spaßfaktors, sowie den relativ geringen Kosten für die Spielerausrüstung erfreut sich die Sportart schnell wachsender Beliebtheit. Insbesondere in Schweden (120000 lizenzierte Spieler), Finnland (52000), Tschechien (38000) und Schweiz (30000) hat sich Floorball mittlerweile zum Breitensport entwickelt und ist in diesen Ländern nach Fußball oder Eishockey die zweitbeliebteste Teamsportart geworden.

Jedes Jahr wird der "EuroFloorball Cup", der Europacup im Floorball, und der „Champions Cup“ ausgetragen. Außerdem wird jährlich eine Weltmeisterschaft durchgeführt, in geraden Jahren für Herren in ungeraden für Damen. Bei den Herren führt Schweden mit 8 Titeln vor Finnland mit 2. Bei den Damen haben ebenfalls die Skandinavier die Nase vorn (Schweden 6, Finnland 2). Lediglich die Schweizer Damen konnten einmal den nordischen Block brechen. Stark im Kommen ist die Tschechische Republik. Floorball weist dort einer der höchsten Zuwachsraten weltweit auf, und es ist nur eine Frage der Zeit wann unsere nördlichen Nachbarn am Floorballthron sitzen werden.

Im Dezember 2014 gelang Floorball Deutschland die Aufnahme in den DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund), was den Sport auch bei unseren Nachbarn vorantreiben soll.

 

Olympia:

Die globale Floorballgemeinde eint ein gemeinsames Ziel: Olympia

Ein wichtiges Zwischenziel wurde beim IOC-Kongress in Durban im Juli 2011 erreicht, wo Floorball vom IOC vollständig anerkannt wurde. Bei den Special Olympics 2013 in Südkorea war Floorball zum ersten mal als Bewerb im olympischen  Programm. Das österreichische Nationalteam gewann dort die Silbermedaille. Die weiteren Etappen sind dann die Jugend-Olympiaden und zum Abschluss, so die Hoffnung der IFF (International Floorball Federation), die Teilnahme als Bewerb (Damen und Herren) an der Olympiade 2024 oder 2028.

 

Floorball in Österreich:

In Österreich wurde Floorball erstmals 1978 an einigen Universitäten gespielt. Im Jahr 1994 wurde der erste Verein (IBC Leoben) in der Steiermark gegründet. Der Österreichische Floorball Verband wurde im Jänner 1996 statuiert und trat dem Internationalen Floorball Verband IFF 1997 bei.

Floorball wird in Österreich in 53 Vereinen gespielt. Der österreichische Floorballverband (ÖFBV) zählt über 1200 lizenzierte SpielerInnen und 2500 Mitglieder.

hier gehts zu den Videos

Floorball auf Wikipedia

Ehrentafel österreichischer Staatsmeister

Jahr

Herren

Damen

2002

TV Wikings Zell/See

 

2003

KAC Floorball

 

2004

TV Wikings Zell/See

 

2005

TV Wikings Zell/See

IBC Leoben/FBV Trofaiach

2006

TV Wikings Zell/See

SU Wien/FBV Haag

2007

VSV Unihockey

IBC Leoben/FBV Trofaiach

2008

TV Wikings Zell/See

SU Wiener FV

2009

VSV Unihockey

SU Wiener FV

2010

VSV Unihockey

TV Wikings Zell/See

2011

TV Wikings Zell/See

SU Wiener FV

2012

VSV Unihockey

TV Wikings Zell/See

2013

VSV Unihockey

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2014

VSV Unihockey

SU Wiener FV

2015

VSV Unihockey

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2016

SU Wiener FV

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